Methodenvielfalt erleben – Widerstandskraft stärken

Unter diesem Motto stehen die Seminare und Workshops im neuen Fortbildungsprogramm 2023. So früh wie noch nie stellt das Bildungszentrums Burg Schwaneck die Angebote sowohl online als auch in gedruckter Form zur Verfügung, weil der Bedarf zu spüren war. Neugierig?

Wir bewegen uns in unruhigen Zeiten. Viele Kinder und Jugendliche erleben das sehr direkt. „Oft zeigt sich Verunsicherung in emotionalem Rückzug, Selbst- und Fremdaggressionen oder anderem auffälligen Verhalten“, haben Ingrid Winkler und Kirstin Peter festgestellt. Die verantwortlichen Bildungsreferentinnen sind bei der Konzeption des Fortbildungsprogrammes 2023 darauf eingegangen: „Wir bieten den Teilnehmenden Qualifizierungen zu systemischen Methoden und Ansätzen zur Beratung, Begleitung und Konfliktlösung. Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot zur Selbststärkung, zum Beispiel ein wöchentlicher MBSR-Achtsamkeitskurs oder ein Seminar zu den Ideen des Zürcher Ressourcenmodells.“

So früh wie noch nie stellt das Bildungszentrums Burg Schwaneck die Angebote sowohl online als auch in gedruckter Form zur Verfügung, weil der Bedarf zu spüren war. „Der Herbst ist für viele eine Jahreszeit, in der sie zurückschauen, sich neu ausrichten und für das nächste Jahr planen. Mit der frühen Versendung unseres Programms kommen wir diesem Bedarf entgegen“, sagt Kirstin Peter, die zusammen mit ihrer Kollegin sehr genau überlegt hat, welche Formate zu welchen Angeboten passen – den Wunsch nach vielen Präsenzveranstaltungen im Charme des Burgensembles berücksichtigend. Ingrid Winkler: „Die Anpassung an Lebensrealitäten, Zeitressourcen und Lernphasen und dass wir an gute Kooperationen glauben, hat uns dabei geleitet.“

Erstmals ein Crashkurs in Gebärdensprache

Neben Workshops und Seminaren in den etablierten Rubriken „Methoden und Beratung“, „Gesundheits- und Erlebnispädagogik“, „Kultur und Medien“, „Umweltbildung und Nachhaltigkeit“ sowie „Arbeitsfeldqualifizierung und Erste Hilfe“ ist dem Fortbildungsteam besonders der Schwerpunktbereich „Diversität und politische Bildung“ wichtig. Kirstin Peter: „Hier verknüpfen wir Begegnung und Bildung. Erstmals bieten wir einen Crashkurs in Gebärdensprache an. An der Exkursion zum Gedenkort ‚Schloss Hartheim‘ in Österreich – in Kooperation mit der offenen Behindertenarbeit in München (OBA) – können Jugendliche, Pädagog*innen und Menschen mit und ohne Behinderung teilnehmen.“

Offen für besondere Anliegen zu sein ist ein Credo, dem nachgekommen wird. „Wir haben versucht, mit unserem Programm viele verschiedene Bedürfnisse anzusprechen. Zudem freuen wir uns, wenn Fachkräfte und Teams sich auch mit eigenen Anliegen bei uns melden. Unser Angebot, ‚maßgeschneiderte‘“ Formate zu entwickeln, kann Teams und Gruppen zu eigenen Themen arbeiten lassen“, erklärt Ingrid Winkler. Auch das Ehrenamtsprogramm geht auf die Zielgruppe ein: Engagierte der Jugendarbeit können sich für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten zu besonders günstigen Konditionen qualifizieren.

Marina Ginal ist wieder an Bord

Auf eines freuen sich die beiden Bildungsreferentinnen besonders: „Unsere Kollegin Marina Ginal kehrt im November aus ihrer Elternzeit zurück und übernimmt die Bereiche politische Bildung sowie Kultur und Medien mit. Sie bietet unter anderem in Kooperation mit dem NS-Dokuzentrum das Seminar ‚Fremd und Feindlich?‘ an, das Vorurteile thematisiert und Methoden zur Demokratiebildung erleben lässt.“ Hier wird nur eine der vielfältigen Methoden abgebildet, in die Interessierte im neuen Fortbildungsprogramm 2023 neben Angeboten zur Stärkung der Widerstandkraft Einblick erhalten und ausprobieren können.

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