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30.11.2018

Neuer „Freiraum“ in der Burg Schwaneck

Mit dem Ziel, die Klimabildungsarbeit in Bayern zu intensivieren, entwickelte das Team des Naturerlebniszentrums die Klimaschutz-Installation „Philosophischer Begegnungsraum“ – das Motto: Die Burg als Ort der Zukunftsgestaltung.


Was ist ein gutes Klima? Was bedeutet mir die Natur? Wie wollen wir unser Zusammenleben gestalten? Wie viel ist genug? Kann man Zeit und Glück kaufen? Die Antworten auf diese Fragen findet man nicht in der neuen Klimaschutz-Installation auf dem Gelände der Burg Schwaneck. Vielmehr will der philosophische Begegnungsraum inspirieren, sich mit aktuellen Themen unserer Zeit zu beschäftigen. Die Idee dafür kam im Rahmen des bundesweiten Netzwerkes 16 BildungszentrenKlimaschutz, zu dem das Naturerlebniszentrum (NEZ) der Burg Schwaneck gehört. Mit dem Ziel, die Klimabildungsarbeit in Bayern zu intensivieren, entwickelte Anke Schlehufer mit dem NEZ-Team die Klimaschutz-Installation – das Motto: Die Burg als Ort der Zukunftsgestaltung.

„Es geht darum, dass sich Menschen Zeit nehmen, mit allen Sinnen nachzuspüren, um wesentliche Fragen zu existentiellen Themen zu stellen. Statt Vermitteln von Wissen oder Geben von Antworten wollen wir mit Fragen rund um Natur, Klima, Zukunft sowie Nachhaltigkeit zum Wahrnehmen, Staunen, Philosophieren und Handeln ermutigen“, erklärt die Bildungsreferentin. „Wir leben in einer Zeit des Wandels, wo jeder gefragt ist, die Transformation der Gesellschaft mitzugestalten. Was bedeutet Menschsein? Welche Werte verbinden uns alle? Welche Verantwortung haben wir alle und was können wir tun, damit es ‚genug für alle für immer‘ gibt und unser wundervoller Planet Erde mit Menschen schöner wird als ohne Menschen?“

Angelegt wurde der „Philosophischer Begegnungsraum“ linker Hand des Burg-Ensembles, Anordnung und Aufbau der Gesamtgestaltung des Platzes folgen gewissermaßen einer Dramaturgie. „Ein Wandelweg führt den Besucher von einer Infostele über die Sinnesstele (Wahrnehmung mit allen Sinnen) zum ‚interaktiven Raum‘, an dem ein Sitzkreis zum Austausch einlädt“, erklärt Monika Stoll, die sich für das künstlerische Konzept und die Umsetzung verantwortlich zeichnet. Für die Bildungsreferentin der Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim und ihr Team war wichtig, „einen öffentlichen Raum zu schaffen, der mit allen Sinnen erfahrbar ist und der inspiriert. Dabei legten wir Wert auf eine künstlerisch-ästhetische Gestaltung. Die Objekte bilden einerseits einen starken Kontrast, andererseits fügen sie sich skulptural in das natürliche Umfeld, greifen organische Strukturen auf und zitieren sie.“

Angeregt wird der Diskurs durch zwei „Philosophische Räder“, mit Fragen rund um den ökologischen Fußabdruck und den „Handprint“ für eine klimafreundliche Zukunft. Diese ergeben beim Drehen zufällige Fragenpaarungen. Wie bei einem „Klima-Orakel“ ergeben sich immer wieder neue Kombinationen aus den Schäden, die wir durch die CO2-Emissionen unserer verschwenderischen Lebensstile anrichten und den neuen Chancen auf CO2-Minderungen, die ein achtsameres und engagiertes Handeln für Klimaschutz bewirken werden. Der philosophische Begegnungsraum ist den Gästen des Bildungszentrums Burg Schwaneck ab sofort zugänglich und obwohl „es schwer zu messen sein wird, welche CO2-Minderung wir dadurch erreichen,“ ist das NEZ-Team davon überzeugt, dass sie nachhaltig sein wird!